04.01.2005 Castello bei Aleró

Heute wollen wir zum Castello bei Aleró. Garmin weiß zielsicher den Weg. Er gönnt uns eine landschaftliche schöne Strecke: Die Fahrradroute, wie wir später feststellen. An einer Stelle ist die Straße schmal und unübersichtlicht. Das Verkehrsschild empfiehlt zu hupen. Die Hupe haben wir beim Clio immer noch nicht entdeckt. Das Kissen auf dem Lenkrad enthält den Airbag und keine Hupe. Die Bedienungsanleitung ist in spanisch und das auf der südlichsten deutschen Insel.... Die Straßen durch Aleró sind eng – wie immer. Auf der weiteren Straßen sehen wir einen Wegweiser mit "Castello", "Parking" und "Restaurant". Wir beschließen dem Wegweiser zu folgen. Zuerst ist der Weg relativ breit und asphaltiert. Dann wird der Belag schlechter und der Weg schmäler. Aber Garmin kennt selbst diesen Teil noch, als es mit auf den Strecke, die inzwischen nur noch aus Schlaglöchern besteht, in Serpentinen steil bergauf geht. Wir schließen zu einem Kölner A-Klasse Benz auf. Am Ende kommen uns zwei Autos entgegen. Dank der vielen Parkverbote an den kleinsten Lücke, kommen wir aneinander vorbei. Am Parkplatz laufen wir gleich die erste Parklücke an. Eins ist uns jetzt schon klar: Wir werden nicht vor 16:00 Uhr zurückfahren. Allzu viel Gegenverkehr wollen wir meiden.

Wir ziehen unsere Schuhe an, erfahren von den Kölnern, dass sie schon mal fast oben waren und marschieren los. Hinter dem Restaurant wird die Straße wieder unverschämt breit. Sie führt zu einem Pass, von dem aus man in das nächste Tal steigen kann. Ein Schild weist den Weg in Richtung Castello, ein anderes untersagt das Auto- und Radfahren auf dieser Strecke. Eigentlich überflüssig, da hier so etwas wie eine Treppe beginnt. Es geht aufwärts, wieder etwas abwärts. Die Sonne scheint durch die lichten Bäume und wir fragen uns, ob wir einen Abzweig verpasst haben, bis das nächste Schild kommt. Links geht's zum Castello geradeaus geht's wieder runter nach Aleró. Nach gut einer Stunde sind wir am Castello, genießen die Aussicht und die Sonne und machen ein paar Photos.

Auf dem Abstieg fragen uns ein paar Herren, wie weit es noch sei. Der kleine Scherz - "Die Bar ist zu" - treibt ihnen die Blässe ins Gesicht. Nach "war doch nur Spaß" ziehen sie beruhigt weiter. Es ist schon nach 15:00 Uhr und es steigen immer noch Leute auf. Kurz vor vier kommen wir in das warme, knallvolle Restaurant. Wir gehen in die oberen Räumlichkeiten, der vor lauter rheinischer Ausgelassenheit platzt. Das Rauchverbot interessiert keine Sau. Wir ziehen das rauchfreie Nebenzimmer vor. Es gibt die üblichen Oliven und der Wirt empfiehlt die Lammschulter. Beim Wein des Hauses streiken wir und bleiben bei Wasser. Die Lammschulter ist ausgezeichnet. Der Kuchen zum Nachtisch und der Espresso ebenfalls. Wir zahlen und wagen den gefahrvollen Abstieg. Einer kommt uns doch noch entgegen. Die direkte Strecke nach Aleró verweigere ich wg. der engen Gassen.

Auf dem Heimweg suchen wir noch eine Tankstelle und einen Supermarkt. Die erste Tankstelle sehen wir zu spät. Die nächste rechtzeitig. Beim Supermarkt haben wir weniger Glück: Wenn wir einen Baumarkt oder Gartenfachmarkt oder... aber einen Supermarkt? Holen die Leute hier alles aus dem Garten oder fahren sie nach Palma zum Einkaufen? Nach fünf Käffern geben wir auf. Wir steuern frustriert unseren Spar in Algaida an, kaufen wieder Wasser, Wein, Käse, Oliven und Datteln.

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