01.01.2005 Neujahr - C'an Picafort

Wir erfahren, dass die Reitlehrerin am 02.01. um 16:00 Uhr kommen könnte. Monika sagt zu. Wir wollen heute etwas wandern und zwar am Meer. Wir entscheiden uns für den Weg am Strand von

Ca’ n Picafort nach Serra Nova. Garmin leitet uns gut durch Sineu hindurch. Mit Karte hätten wir den Weg nie gefunden. Man hat den Verdacht, dass man am liebsten die Hinweisschilder versteckt hätte.

Wir parken das Auto in der Nähe des Strandes. Im Sommer muss hier die Hölle los sein. Heute hat alles was wir sehen zu: Hotels, Bars und Restaurants. Es sind aber trotzdem etliche Leute am Strand unterwegs, viele mit ihren Hunden – das Verbotsschild scheint niemanden zu interessieren. Es pfeift ein kalter Wind aus Osten.. Es wechseln sich Sand, Sand mit Seetang und flache, felsige Abschnitte ab. Der Seetang verbreitet den typischen Meergeruch in heftiger Intensität. Ich denke an „Das böse unter der Sonne“ und den „Atem des Meeres“.

Ein paar Quadfahrer knattern den Strand entlang. Später sehen wir sie mit Plastikflaschen voller kleiner Schnecken und Muscheln – wahrscheinlich machen sie Halsketten daraus. Nach ca. 1 km kommen wir an einer prähistorischen Grabstätte vorbei – für die höheren Tiere unter den damals hier lebenden Menschen, wie uns ein Schild belehrt. Wir sehen ein paar Surfer, die ihr Glück auf den Wellen versuchen. Zwischendurch begleitet uns eine kleines freundliches schwarzes Schlappohrhündchen ein Stück bis Herrchen pfeift. Wir sehen wie ein Bernhardiner sich wonnevoll im stinkenden Seetang wälzt, während Frauchen entsetzt schimpft. Das macht auf den Vierbeiner wenig Eindruck. Später versucht er pitschnass mit uns Freundschaft zu schließen, wir lehnen dankend ab. Frauchen schimpft wieder.

Serra Nova, das wir nach ca. 2 Stunden erreichen ist wg. Winter geschlossen. Keine Bar, kein Kaffe, kein Klo. Wir werden uns am Strand in die Büsche schlagen müssen. Es ist eine Ferienhaussiedlung. Es mag wohl hier viele Deutsche geben, aber die Kulturstufe des Bebauungsplanes haben sie noch nicht hierher importiert. Die Häuser sehen zum teil avantgardistisch bis abenteuerlich aus. Auf keinen Fall sind sie langweilig. Wir machen uns auf dem Rückweg. Es ist 15:30 Uhr. Um 17:00 Uhr ist es hier dunkel. Die Surfer haben immer noch nicht aufgegeben.

Kurz nach 17:00 Uhr sind wir am Auto. Der Hunger meldet sich nach soviel Bewegung und frischer Luft. Wir fahren durch den Ort ohne ein offenes Restaurant oder etwas Ähnliches zu finden. Auf dem Rückweg verpassen wir ein Grillrestaurant und bleiben vor einem Lokal an der Strasse stehen in dem Licht ist und vor dem ein paar Autos parken. Es ist ein Pa amb Oli Restaurant. Das Brot kann mit den verschiedensten Belägen geordert werden wie bei uns die Pizza. Monika wählt Anchovis, ich nehme gebratenen Speck und zusammen noch ein paar Paprika dazu. Der Vino tino des Hause ist sehr gut. Wir merken uns die Stelle (31 S 508442 4391144) – für alle Fälle.

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