29.07.2007 Campagne - Les Eyzies-de-Tayac

Der Quartierwechsel war unproblematisch. Das neue Quartier war schnell gefunden. mit besserem Bett, ruhiger Lage und Pool. Also gab es keine weitere Verzögerung im Programm. Auf zur Grotte von Lascaux II. Wir wußten bereits, dass die Karten für die Grotte in Montignac verkauft werden. Dort werden die Leute gleichmäßig auf die Führungen verteilt. Es gibt alle 10 Minuten eine. Die Führung dauert 40 Minuten. Wir haben Glück: Wir erwischen die nächste in englisch und haben noch Zeit, den aktuellen Spiegel und die Süddeutsche vom Vortag zu erwerben. Dank der Organisation bleibt das Verkehrschaos im Ort. Bei der Grotte geht es gemächlich zu. Wir gehen zur Führung, warten, die Gruppe kommt bis an den Eingang, dann nochmal kurz warten und dann geht es endlich los. Die Organsation ist wie bei der Bahn. Der folgende Streckenabschnitt muß frei sein. Der Vortrag geht zuerst über die Entdeckung der Höhle, den Entschluss, die Höhle zu schließen und für die Allgmeinheit als Kopie wieder zugänglich zu machen. In der nächsten Abteilung sind dann die Reproduktionen zu sehen. Eindrucksvoll auch die Vorführung der Bilder im Feuerzeugschein. So ähnlich haben damals die Künstler ihre Werke gesehen. Interessant ist vor allem, dass die Kontur der Wände bei etlichen Bildern zur Verstärkung des Eindrucks genutzt wurde. Ein Effekt, durch Photos nicht nachempfunden werden kann. Beindruckt verlassen wir die Höhle, landen im unvermeidlichen Souvenirshop und kaufen ein Buch und eine CD-Rom

Dann geht es weiter in Sachen Steinzeit nach Le-Thot zum Espace Cro-Magnon. Der Eintrit kostet nur einen Euro. Dafür gibt es ein Museum und einen Tierpark. Die Ausstellung im Museum zeigt Arbeien von Osmaine Sow: Die Schlacht am Little Big Horn. Die Figuren sind etwas überlebensgroß und sehen aus wie aus Pappmachee. Beim Anblick der Muskelpakete der Indianer würde Arnie Schwarzenegger sicher blaß vor Neid. Dem Informaionsmaterial nach scheint der Künstler Glasfaser und Ton zu verarbeiten. Unklar ist, was das mit dem Cro-Magnon Menschen zu tun hat. Der Tierpark zeigt Pseudo Auerochsen, schwitzende Rentiere, Pschwalski Pferde, Rehe, Steinböcke, Wisente und ein animiertes Mammut, das ab und zu schnauft, mit dem Rüssel wackelt, den rechten Fuß hebt und trötet - zur Amusememt und Schrecken der jüngeren Besucher.

Wie fahren weiter Richtung Roque de St Christophe. Essen vorher einen Happen. Die Foie gras liegt als Pate in dünne Scheiben auf dem Salat. Seit wir fränzösischen Boden betreten hatten fehlte auf keiner Speisekarte die Foie gras. Der Roque de St Christophe war seit der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters besiedelt. Am Eingang gibt es eine deutsche Üersetzung der Führung fur einzelnen Stationen. Im Mittelalter war hier eine komplette Stadt mit einer kleinen Armee von Wachleuten, Hafen, Schmiede, Kirche und allem, was man sonst noch braucht. Menschen und Vieh lebten auf engstem Raum: Einem maximal 5 m breiten Felsband in bis zu fünf Etagen. Kurz vor dem Ausgang kann man noch sehen, wie man sich das Steinzeitleben vorstellte: Pelzbehangene Figuren verteidigen die Höhle gegen zwei Bären. Das ganze wird von Kampfgeschrei untermalt: Schaurig-schön.

Heute ist Restaurantfrei. Es gibt Tête de Porc, Pate und Saucisse sêche zu Vin rouge und Baguette.

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